Erstmal ein kleiner Nachtrag zu Koh Phangan, ist beim letzten Mal leider untergegangen, da ich schnell zu meinem Mueckenspray wollte:
Die Insel wandelt sich wirklich zusehends. Jedes Mal, wenn ich dort bin stelle ich deutliche Veraenderungen fest. So wurde nun - auch noch waehrend ich da war - die Hauptstrasse, die die beiden Doerfer Thongsala (da ist der Pier) und Chaloklum (in der Naehe von dort wohne ich immer) komplett neu betoniert und Thongsala ist inzwischen sehr belebt. Leider vor allem mit angetrunkenen Westlern mit nacktem Oberkoerper.

Aber auch im Norden hat sich einiges getan. In der Bucht von Chaloklum gibt es nun zwei Luxus Hotels und sogar die Strasse zu meinem Strand ist nun befestigt! Zu guter Letzt musste Bovy ihren Widerstand wohl aufgeben, die mit der schlechten Strasse dafuer sorgen wollte, dass der Strand ruhig bleibt. Und am Wegesrand stehen sogar schon Strommasten, allerdings erst zu einem drittel mit Leitungen versehen. Aber es sieht so aus als wuerden in den naechsten Jahren die Generatoren ueberfluessig werden. Schade eigentlich - irgendwie ist es lustig wenn das Licht im Bungalow immer mal wieder flackert wie eine Kerze und die Musik im Restaurant ploetzlich klingt als wuerde eine Schallplatte (kennt das noch jemand?) zu langsam gespielt werden.
Im Ressort selbst gibt es nun in jedem Bungalow Warmwasser und das sogar direkt aus der Wand ganz ohne Boiler. Sowas hab ich in ganz Thailand noch nicht gesehen, glaube ich. Zum Duschen finde ich das bei den Temperaturen hier zwar reichlich ueberfluessig, aber beim rasieren ist es doch sehr willkommen!

Nun aber zu meinem derzeitigen Aufenthaltsort - Koh Phayam. Nach meiner einen Nacht in Ranong, welches sehr unspektakulaer aber nett ist, bin ich mit dem Mittagsboot hierhergetuckert. Unglaublich was hier auf so ein Boetchen geladen wird. Als ich gerade dachte, jetzt ist es aber wirklich endgueltig voll, kamen noch 7 Passagiere und mit Ihnen 3 Mopeds...
In dem Moment war ich wirklich froh, eine wasserdichte Tasche dabei zu haben fuer meine wichtigsten Dinge. Aber das Boot war stabiler als gedacht und wir kamen leicht nach zwei Stunden hier an.
Und hier ist wirklich unglaublich schoen. Die Insel ist noch total ruhig, voellig untouristisch und bietet doch alles was man so braucht. Sogar ein Krankenhaus gibt es seit neuestem. Und selbst ein wenig Nachtleben ist vorhanden. So gab es gleich an meinem ersten Abend ein Konzert in der "Rastababy Bar", dass ich mir natuerlich nicht entgehen lassen konnte. Moechte gar nicht wissen, wie die Ihre Ausruestung herbekommen haben... WItzigerweise war es sogar dieselbe Band, die Robbin (mein Bruder) im letzten Jahr ebenfalls in Thailand live gesehen hat! Und heute abend gibt es eine Geburtstagsparty in einer anderen Bar, zu der ich zwar bereits zweimal eingelanden wurde, aber die ich wohl auslassen werde. Immerhin moechte ich morgen auf dem Boot ausgeschlafen und nuechtern ankommen :)
Die Touristen sind dabei hier auf fuenf Straende verteilt, so dass man ueberall den Eindruck bekommt, als seien nicht mehr als 500 Leute auf der Insel. Auch die Einwohner scheinen viel entspannter zu sein und selbst die Hunde sind netter!

Die beiden Exemplare auf dem Foto haben mich wohl als persoenlichen Freund auserkoren und seit ich einmal einen Stock fuer sie geworfen habe, folgen Sie mir auf Schritt und Tritt, wann immer ich am Strand entlang gehe und wenn ich mich irgendwo zum lesen hinsetze legen Sie sich dazu oder balgen sich um mich herum. A pro pos Schritt, an diesen Straenden ist es so ruhig, dass ich wenn ich einen Weg ein zweites Mal gehe, meine eigenen (recht markanten) Fussabdruecke wieder finde. Und das teilweise auch noch am naechsten Tag. Das alles, obwohl hier im Augenblick fast alles ausgebucht ist, wie ich selbst schon feststellen musste.
Das Ressort zu dem ich eigentlich wollte ist gar nicht erst ans Telefon gegangen (hatten sie wohl nicht mehr noetig). Die Alternative, die mir vermittelt wurde, hat mir leider nicht so zugesagt, so dass ich am naechsten Tag erstmal mit dem Moped rumgefahren bin um eine Alternative zu finden. Die ersten 4 waren restlos ausgebucht,

aber das bei dem ich nun gelandet bin ist einfach der Hammer. Genau so, wie man sich einen Strand Bungalow wuenscht, mit Haengematte, zwei offenen Seiten - die einen den Strand vom Bett aus beobachten lassen, und einem genialen halboffenen Badezimmer. Allerdings geht es morgen nun ja schon aufs Boot, so dass ich nur zwei Tage hier geniessen konnte. Aber ich habe schon geklaert, dass ich auf dem Rueckweg wieder hier abgesetzt werde, und nochmal zwei Naechte hier bleibe, bevor es mit einem Tag Zwischenstopp in Bangkok an die Heimreise geht. Einerseits schade, aber auch Deutschland hat seine Vorteile - so freue ich mich schon wieder auf einen Tag ohne Muecken!
Morgen geht es nun wie gesagt, erstmal fuer 5 Tage und 16 Tauchgaenge aufs Boot. Fuer diejenigen, die es interessiert
hier meine Reiseroute. Danach melde ich mich bestimmt noch einmal bevor es dann richtung Hamburg geht.